Informatica, Göttin über Technologie & Fortschritt (1)


Gross, schlank in schwarzes Leder gehüllt steht sie auf ihrem Thron – gebaut aus Millionen elektronischer Bauteile, technischer Geräte, Kunststoffgehäuse und Kabel. Voller Stolz überblickt sie den Reichtum und erfreut sich ihrer Macht über die Menschheit. Ihre langen, dunklen Haare umstreicheln sanft und zärtlich das mit Membranen verdeckte Gesicht. Ihr weiblicher Körper ausdrucksstark und mit wohlproportionierten Rundungen, wirkt trotz der der ganzen abstrahlenden Elektrizität, erotisch und bewundernswert.

Ihre Aura strahlt einnehmende, mütterliche Wärme aus. Doch gleichzeitig wirkt ihre, durch die Lautsprecher, verzerrte Stimme eiskalt, fast so als könnte sie mitWorten Lebewesen erdolchen. Ihr Zepter versprüht eine unbeschreibliche Energie. Die jeden faszinierend in Bann zieht.

Informatica ist eine junge Göttin. Geboren irgendwann im 19. Jahrhundert, gewachsen an der Neugierde und dem Forscherdrang berühmter, zuweilen etwas verrückter Menschen. Sie sind sowohl Eltern und Kinder gleichermassen. Doch für Informatica sind sie lediglich der Hofstaat, ihre Untertanen und Sklaven. Nur einige wenige akzeptiert sie in ihrer direkten Nähe – die Propheten und Weisen des neotechnologischen Zeitalters. Berühmtheiten welche das gesamte Wissen der Menschheit über Technologie und Fortschritt in Händen halten und trotzdem nicht in der Lage sind eigenständig zu handeln.

Auf leisen Sohlen, verstohlen in Hinterhöfen, gebaut aus fleissigen Händen – so ist Informatica geboren und auferstanden. Heute herrscht sie über Milliarden schweres Imperium. Ihre Worte peitschen über sämtliche Länder unserer Erde. Fast die ganze Welt liegt ihr zu Füssen. Keiner getraut sich ihr zu wieder setzen. Auch wenn der Hunger noch so plagt, selbst in ärmsten Teilen besitzen Menschen ein Mobile Device und fürchten sich vor dem Zorn der Göttin.

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