Informatica, Göttin über Technologie & Fortschritt (2)


Unermüdlich manipuliert Informatica das gemeine Volk mit immer neuen Spielereien. Verwebt die Computersysteme so geschickt mit einander wie eine Spinne ihr Netz. Sie spürt jeden Impuls. Sie ködert machthungrige junge Männer mit spannenden Herausforderungen. Füttert sie mit immer besserer Technologie.

Doch auch wir Frauen sind nicht vor ihr gefeit. Soziale Netzwerke, Kommunikation, das Miteinander locken das Weibsvolk wie Motten das Licht. Wer sich vor dem Zeitalter der Göttin verschliesst, der ist früher oder später nicht mehr Up-to-Date und vereinsamt in seiner eigenen Welt.

Die Menschen sind ihrer nicht bewusst – noch nicht! Der Segen der mobilen, vernetzten Welt ist Fluch zu gleich. Unsichtbare Fussfesseln halten uns im Netz gefangen, weisen uns den Weg und führen uns in Versuchung. Nur nicht stehen bleiben. Immer weiter versuchen den Thron hoch zu klettern. Immer mehr von der schönen bunten Welt ergattern! Doch das Rad der Unendlichkeit ins Verderben, lässt sich nicht durchbrechen.

Im Untergrund schuften Tag und Nacht informatikaffine Sklaven, um die Gunst der Propheten und Weisen zu erlangen und sich im strahlenden Licht der Göttin zu sonnen. Der Dauerstress führt zu ausgemergelten Körpern, fahler Haut, Verspannungen, schlaflosen Nächten und der Unfähigkeit seine Mitmenschen zu lieben und zu achten. Ab und an schafft es einer den Thron zu besteigen um sich auf den Kissen auszuruhen. Die Erleuchteten knien sich vor den Füssen Informaticas nieder und erbitten die Gunst, im Namen der Göttin die informatikaffinen Sklaven zu unterwerfen.

Der Unmut ist den Sklaven ins Gesicht geschrieben. Los schneller arbeiten! Ihr müsst die Kosten reduzieren! Fehler ausmerzen und ja nicht stehenbleiben auf eurem Wissenstand! Was ihr wollt in den Feierabend oder sogar am Wochenende ins Grüne fahren? Seit ihr von Sinnen? Arbeit ist euer Leben und Verderben! Schliesslich muss ja irgendwer die Fehler vertuschen oder beheben, welche die Propheten und Weisen vor ihrem Aufstieg verursacht haben.

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