Pfefferminze

Pfefferminze

Pfefferminze (Mentha × piperita) – Arzneipflanze des Jahres 2004

Zur Minze gibt es sehr viele Mythologien. Die bekannteste Geschichte ist wohl die von der griechischen Nymphe Minthe und ihres Geleibten Hades, Herrscher der Unterwelt. Die eifersüchtige Göttin Persephone und Ehefrau Hades, tötete Minthe und zerstückelte ihren Körper. Die Teile wurden anschliessend über das Land verteilt und dort wo sie auftrafen, wuchs eine Minze.

Nicht nur die Griechen kannten die Minze, auch die Ägypter und Römer nutzen dieses wunderbar duftende Kraut. Selbst Jesus kannte sie: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen. Matthäus 23,23

Ausserdem ist die Minze ein Zeichen der Freundschaft und Liebe und damit der Venus verbunden. Deshalb enthalten viele aphrodisierende Pflanzenmischungen ebenfalls Minze.

Beim Räuchern klärt sie den Geist, reinigt Räume und beruhigt die Nerven. Sie unterstützt zudem die Taummagie, übersinnlichen Wahrnehmungen und spirituelle Heilung.

Ein Sträusschen Minze und Johanniskraut schützt Haus und Hof vor bösen Geistern und Zauberern.

Chakra: Minze

Droge
Menthae piperitae folium
Pflanzenfamilie
Lippenblütler (Lamiaceae)
Inhaltsstoffe
Ätherische Öle (Menthol, Menthon, Cineol), Gerbstoffe, Flavonoide, Triterpene, Rosmarinsäure
Anwendungsmöglichkeiten
Tee, Tinktur, Gel, Spray, Salbe, Gewürz, Bäder, Inhalat, Räucherung, Likör, Zahnpasta, Kosmetika, Parfüm
Wirkung
Krampflösend, gallentreibend, karminativ, kühlend, antimikrobiell, schmerzlindernd, insektizid, schmerzstillend, lokalanästhetisch, leberschädigend bei Daueranwendung, aphrodisierend, ausleitend
Indikation
Wasser
Offizieller Hauptbereich:

  • Dyspepsie, Reizdarm, Erkältung, Schnupfen, Kopfschmerzen (ätherisches Öl), Sportverletzungen, Mundgeruch, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Unterleibskrämpfe, Aufstossen, Sodbrennen, Übelkeit
Humoraltherapie:

  • Befeuchten / nähren und wärmen: Verdauungsschwäche, Blähungen, Völlegefühl, Fettunverträglichkeit, Durchfall, Benommenheit, Gallenflussstau, Gallenwegsverkrampfung, Gallenkolik, PMS, Unterleibskrämpfe, ausbleibende Menstruation, Aufstossen, Sodbrennen, Übelkeit, Muskelverspannung, Spasmen
  • Schärfen ausleiten und kühlen: Erkältung, Grippe, Fieber, Kopfschmerzen, Husten, Bronchitis, Mittelohrentzündung, Halsentzündung, Zahnfleischentzündung
Nach Pfarrer Künzle:

  • Innerlich: Allgemeines Unwohlsein, Kolik, Schwindel, Bewusstlosigkeit, Migräne, Herzanfälle, Übelkeit, Atembeschwerden
  • Äusserlich: Blasenschwäche (kombinierte Essig-Minze-Auflage), kalte Füsse, Fussschweiss, Schnupfen, Kopfschmerzen
Räuchern:

  • Reinigt den Geist, schärft den Verstand, beruhigt die Nerven, wärmt das Herz, nimmt Ängste, Demenz, gegen Ohnmacht, macht wach
  • Bauchschmerzen, Fieber, Grippe, Erkältung, Schnupfen, Schwindel, Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden
  • Reinigungszauber, Bannzauber, Beschwörungen, Aphrodisiaka, klärt und desinfiziert die Raumluft
Kontraindikation
Gallensteine, schwere Leberschäden; Reines ätherisches Öl: Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder unter zwei Jahre
Nebenwirkung
Bei Langzeitanwendung Magenreizung und Leberschädigung
Humoralqualität
kühlend 2°, wärmend 2°, trocknend 0-1°, befeuchtend/nährend 2-3°
Astromedizin
Merkur, Venus, Jupiter
Lippen
Rötlich zart
Sattes grünes Kleid
Minthes Äther locket Hades
Herbei
Die Pfefferminze - Priska Hitz, 06.02.2017
https://www.crea-motion.ch/2017/02/pfefferminze/
Minze

Pfefferminze (Mentha ssp.), Foto: August 2016

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