Wacholder

Wacholder

Wacholder (Juniperus communis) „Kranewitt“

Um den Wacholder regen sich viele mystische Sagen, Geschichten und Rituale. Er gilt unteranderem, als Todesbaum und findet sich deshalb auf vielen Friedhöfen wieder. Er ist damit der Hüter zur Anderswelt des dunklen Reichs und schützt die Seelen. Sein Gegenstück ist der Holunder: Hüter der Anderswelt des lichtvollen Reichs. Ausserdem ist er eine starke schamanische Pflanze für Initiationsrituale, welche das Zerstückeln der Seele und das darauffolgende Heilen initiieren. Der Holunder ist damit also Begleiter des spirituellen Tods.

Der Name Juniperus stammt von der Göttermutter Juno ab. Welche die Beeren bevorzugte.

Auf Grund seines desinfizierenden Rauchs beim Verbrennen, wurde der Wacholder sowohl in Schwitzhütten eingesetzt, als auch zum Reinigen von Totenzimmern. Insbesondere während der Pestzeit, war dies ein wichtiges Mittel.

Erste Hinweise auf den Wacholder findet sich auf einer 4000 Jahre alten ägyptischen Papyrusrolle. Er gehörte in dieser Zeit zu den wichtigsten Heilkräuter.

Beim Räuchern unterstützt er den Schutz, die Reinigung, Klärung der Gedanken und Harmonie.

Zusammen mit etwas Weissem, etwas Persönlichem und Wacholder kann man sich ein Schutzamulett basteln. Alle Teile werden in ein Kästchen gelegt und dort aufbewahrt.

Die Zeit der Rauhnächte gehört den Hexen, Teufel und Dämonen. Der Wacholder zusammen mit Salbei, Lorbeer, Thymian, Weihrauch, Beifuss, Rosmarin und Wermut halten die Wesen der Finsternis fern von Haus und Stall.

Chakra: Wacholder

Droge
Juniperi fructus / Juniperi aetheroleum
Pflanzenfamilie
Zypressengewächse (Cupressaceae)
Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe (Catechine), Bitterstoffe, Juniperin, Harz, Invertzucker
Anwendungsmöglichkeiten
Tee, Tinktur, Extrakt, Wein, Wacholdergeist, Gewürz, Öl, Räucherung
Wirkung
Blähungswidrig, appetitanregend, harntreibend, antirheumatisch, adstringierend, schweisstreibend, entzündungshemmend, desinfizierend, antioxidativ, antimykotisch, antibakteriell, verdauungsfördernd
Indikation
Erde
Offizieller Hauptbereich:

  • Blähungen, Durchspülungstherapie, Entgiftung, Verdauungsbeschwerden, Harngriess, Blasenentzündung, Nierensteine, Gicht, Rheuma, Myogelosen
Weitere Bereiche:

  • Gegen Bakterien: Staphylococcus aureus, E. Coli, Brucella spp., Bacillus spp., gramm-negative Bakterien
  • Gegen Pilze: Candida, Rhizoctonia solani, Rhizopus stolonifer, Aspergillus fumigatus
  • Gegen Parasiten: Darm-Würmer, Bandwurm
  • Lupus, Krebs, Tuberkulose, Grippe, Pest, Tularämie, Endokarditis, Mundsoor
Nach Pfarrer Künzle:
  • Innerlich: Magenbeschwerden, Leberleiden, Nierenleiden, Darmschwäche, Blasenleiden, zur Entgiftung und Durchspülung,
  • Äusserlich: Rheuma, Gicht
  • Inhalat / Räuchern: Halsschmerzen, Brustschmerzen, Lungenkatarrh, Keuchhusten
Räuchern:

  • Intuition aktivieren, Chancen erkennen, Ehrlichkeit, auf Signale hören, Urvertrauen, Selbstvertrauen, Minderwertigkeitskomplex, Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbstwert, Selbstmitleid, Selbstannahme, Erdung, macht wach, Willenskraft
  • Rheuma, Arthritis, Arthrose, Blasenentzündung, niedriger Blutdruck, Ekzeme, Gicht, Osteoporose, Muskelschmerzen, Ödeme, Sodbrennen, Stoffwechsel, Verdauungsbeschwerden
  • Sehr altes Ritualkraut, Bestandteil von Kyphi, Schamanenpflanze, Heilrituale, ist ein Kraut für die Rauhnächte, starke Schutzwirkung, starke Pflanzendeva
Kontraindikation
Schwangerschaft, Nierenentzündung
Nebenwirkung
Bei langer Anwendung Nierenreizung und Verdauungsbeschwerden. Wachholder daher maximal 6 Wochen innerlich einnehmen.
Humoralqualität
wärmend 3°, trocknend 1-3°
Astromedizin
Sonne, Merkur, Mars, Jupiter, Pluto
Geister
Der Nacht
Klopfen ans Tor
Hüter, lass passieren ins
Schattenreich
Der Wacholder - Priska Hitz, 22.02.2017
https://www.crea-motion.ch/2017/02/wacholder/
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