Erinnerungen aus einer anderen Zeit (3)

Menschenähnliche Wesen hektisch laufen hin und her. Aufzüge verbinden die Ebenen einer riesigen Halle – transportieren Wesen und Waren auf und ab. Mittendrin ich bin – der Untergrund mein Ziel. Eine Art Tablet in der Hand – „fünf vor Zwölf“ es mich warnt. Angelangt n der Kommandozentrale alle schreien – macht euch bereit der Feind ist nah! Weiterlesen

Erinnerungen aus einer anderen Zeit (2)

In einer Lagerhalle ich mich befinde – nicht allein ich bin. Zelte, Treibstoff, Lebensmittel und Wasser wird gebraucht für unsere Mission. Wie Diebe wir uns bereichern wollen – an fremden Eigentum. Doch die Besitzer sind wohl schon lange weg – eine unerträgliche Ruhe herrscht. Jeder von uns schwärmt aus – holt sich das Nötigste heraus. Siehst du nicht unser gemeinsames Licht? Weiterlesen

Erinnerungen aus einer anderen Zeit (1)

Trostlose Steinwüste, zerbombte Häuser, zerstörte Panzerfahrzeuge überall auf dem Weg. Zu viert wir ducken und schleichen uns von Trümmerhaufen zu Trümmerhaufen – immer unter Beschuss von Feuerwaffen. Die Gegner wir nicht können sehen – sind versteckt hinter dem Geröll. Bunte Lasergeschosse pfeifen durch die Luft, schlagen neben und hinter uns auf. Feuerschutz wir uns gegenseitig geben – hasten unserem Ziel entgegen. Drei von uns sind bereits hinter einer Fassade in Schutz. Plötzlich ein Schrei – unser vierter Mann schwerverletzt am Boden unter Dauerbeschuss. Er kann sich schützen – doch allein er kann nicht weiter. Ich drehe mich zu ihm um,… Weiterlesen

Wesen aus Licht & Liebe

Unaufmerksam und halb abwesend sitze ich im sticken Schulzimmer. Lausche den Ausführungen der Lehrerin über das menschliche Herz-Kreislaufsystem zu. Wie so oft lösen sich dabei innere Horrorbilder über meine belastenden Erfahrungen meiner Nierenoperation. Schweiss überkommt mich, das Rauschen nimmt zu, Herzklopfen, glitzernde Sterne vor den Augen – Nein, jetzt nur nicht zusammenbrechen. Ich sitze doch in der Schule! Weiterlesen

Künstlertage adhs20+

Vom Freitag 24.04.2015 bis Sonntag 26.04.2015 fanden im Müllerhaus, Lenzburg die Künstlertage von adhs20+ statt.  Das Ziel war Kunstschaffende mit ADHS eine Möglichkeit zu bieten ihre Werke auszustellen. Zusätzlich wurde die Vernissage mit Musik von Diplompsychologen Andreas Braun begleitet, welcher ebenfalls betroffen ist. Ich durfte dort, als einzige Asperger-Autistin meine Bilder ausstellen und mich über die freundlichen Besuche freuen. Es waren für mich spannende drei Tage – wenn auch sehr anstregend. Das ständige Rumgewusel von sovielen fremden Menschen, ist eine echte Herausforderung für Autisten. Auch fehlte mir ein entsprechend ruhiger Rückzugsort. Trotzdem würde ich jederzeit wieder ausstellen, denn es gibt uns Menschen… Weiterlesen

Gedicht: Über mich

Geschrieben zur Vernissage der adhs20+ Künstlertage in Lenzburg

Algorithmisch
Pulsierende Gedanken
Erwachen zum Spiel
Basis meiner Arbeit unterliegt
Logik

Technik
Und Kunst
Einander sind fremd
Doch Kreativität ihre Ketten
Sprengt

Malen,
Schreiben, Tanzen
Ausdruck meiner Gefühle
Seelenbilder sich ins Aussen
Ergiessen

Spirituell
geleitete Führung
Ergänzt durch Quantenphysik
Wissen, schafft Leben im
Jetzt

Irre
Im Kopf
Fremd meine Welt
Vielfältig gesegnete Autistin ich
bin

©Priska Hitz, 18.04.2015

Informatica, Göttin über Technologie & Fortschritt (2)

Unermüdlich manipuliert Informatica das gemeine Volk mit immer neuen Spielereien. Verwebt die Computersysteme so geschickt mit einander wie eine Spinne ihr Netz. Sie spürt jeden Impuls. Sie ködert machthungrige junge Männer mit spannenden Herausforderungen. Füttert sie mit immer besserer Technologie. Doch auch wir Frauen sind nicht vor ihr gefeit. Soziale Netzwerke, Kommunikation, das Miteinander locken das Weibsvolk wie Motten das Licht. Wer sich vor dem Zeitalter der Göttin verschliesst, der ist früher oder später nicht mehr Up-to-Date und vereinsamt in seiner eigenen Welt. Weiterlesen

Informatica, Göttin über Technologie & Fortschritt (1)

Gross, schlank in schwarzes Leder gehüllt steht sie auf ihrem Thron – gebaut aus Millionen elektronischer Bauteile, technischer Geräte, Kunststoffgehäuse und Kabel. Voller Stolz überblickt sie den Reichtum und erfreut sich ihrer Macht über die Menschheit. Ihre langen, dunklen Haare umstreicheln sanft und zärtlich das mit Membranen verdeckte Gesicht. Ihr weiblicher Körper ausdrucksstark und mit wohlproportionierten Rundungen, wirkt trotz der der ganzen abstrahlenden Elektrizität, erotisch und bewundernswert. Weiterlesen

Der Fischer und seine Frau

Seit dem letzten Eintrag ist ein ganzes Jahr vergangen. Vieles hat sich geändert. Vieles brauchte Zeit zum Verdauen. Für mich war die Depression ein Fluch und Segen zu gleich, denn endlich haben meine jahrelangen Ängste, Stimmungsschwankungen und Streitereien mit meiner Mutter ein Gesicht. Ich muss wohl immer schon an leichten Depressionen und einer Sozialphobie gelitten haben. Vieles davon ausgelöst durch meine psychisch kranke Mutter und nein, es handelt sich nicht um normale familiäre Verhaltensmuster. Viel eher glaube ich, dass sie an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung, ebenfalls mit schweren Depressionen, Wahnvorstellungen und Phobien leidet. Sie gibt sogar zu, dass sie seit mehr… Weiterlesen

Tropfende Schwermut

Jeden Morgen nach dem Frühstück findet die Morgengruppe statt. Alle sitzen im Kreis und erzählen wie sie geschlafen haben und welche positiven oder negativen Gedanken sich gerade durch die gepeinigten Seelen treiben. Ich mag diese Zeit der Gemeinsamkeit und Achtsamkeit. Es löst in mir ein Gefühl der Wärme aus und öffnet mein Herz. An diesem Morgen regnet es in Strömen. Der Himmel scheint für uns zu weinen, sich der Stimmung anzupassen. Die Regentropfen sind hart, kalt und doch gleichsam beruhigend. Dieses leise, feine Rieseln bis hin zu schweren prasselnden Tropfen entspricht meinem wechselnden Gefühlszustand. Selbst die Morgengruppe scheint sich danach… Weiterlesen

Atlas der Titan

Heute ist es soweit. Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen meine aktuelle Situation und Stimmungen aufzuschreiben. Obschon mein Verstand sagt: Was tust du da? Geht doch niemanden was an! Es geht dir ja gut! Du machst dich nur lächerlich! Du spinnst doch! Du bist unfähig! Und doch drängt es mich dazu, zu schreiben was mit mir los ist…. Bereits jetzt fängt es wieder an. Meine Tränen laufen mir über die Wangen und ich fühle mich einfach nur traurig, hilflos und einsam. Nicht zu vergessen diese Ängste und dabei weiss ich noch nicht mal genau vor was ich mich… Weiterlesen