Was ist Vitalität?

Ein tanzendes Paar in der Sonne

Sucht man den Begriff «Vitalität» im Duden fallen Synonyme wie: Lebendigkeit, Lebensenergie, Lebensfreude, Lebenskraft und allgemein Energie. Interessanterweise scheinen einige Menschen auch Assoziationen wie Anpassungsfähigkeit, Schönheit, Gesundheit, soziale Kompetenz und Kommunikation mit dem Begriff Vitalität zu verbinden. Im Prinzip also eine allgemein gültige Definition für gesunde, gesellschaftsfähige Menschen. Tja, und genau hier fange ich an zu grübeln. Was bedeutet den «Gesundheit» in unserer Gesellschaft? Täglich lachen uns braungebrannte, schlanke, makellose Models ins Gesicht. Fitnessbloggende präsentieren ihre perfekt trainierten Körper. Teure Nahrungsergänzungsmittel und Superfoods gehören fast schon zum guten Ton. Leistungssteigerung und Anerkennung im Job sind ein Muss. Prävention wird damit gesellschaftsfähig.… Weiterlesen

Ich bin anders – du auch?

Mit „Anders sein ist toll“ ruft Andrea von AT-Bücher auf sich gemeinsam zu vernetzen und zu den persönlichen Eigenheiten zu stehen. Jeder Mensch ist in seinem Sein einzigartig: mit Stärken und Schwächen. Doch leider gelten in unserer Gesellschaft heute nur noch die sozialen Normen und Regelungen der 80% „Normalos“. Autistische Menschen dagegen werden nachwievor immer noch gemobbt, und viel zu oft als emotionslose Soziopathen abgestempelt. Dabei besitzen wir Autisten genau soviel Liebe und Mitgefühl für unsere Umwelt. Wir können es nur nicht standeskonform – oder Psychologengerecht – ausdrücken. Deshalb unterstütze ich sehr gern den Aufruf von Andrea! Weiterlesen

Melisse

Melisse – Arzneipflanze des Jahres 1988 & Heilpflanze des Jahres 2006

Künstlertage adhs20+

Vom Freitag 24.04.2015 bis Sonntag 26.04.2015 fanden im Müllerhaus, Lenzburg die Künstlertage von adhs20+ statt.  Das Ziel war Kunstschaffende mit ADHS eine Möglichkeit zu bieten ihre Werke auszustellen. Zusätzlich wurde die Vernissage mit Musik von Diplompsychologen Andreas Braun begleitet, welcher ebenfalls betroffen ist. Ich durfte dort, als einzige Asperger-Autistin meine Bilder ausstellen und mich über die freundlichen Besuche freuen. Es waren für mich spannende drei Tage – wenn auch sehr anstregend. Das ständige Rumgewusel von sovielen fremden Menschen, ist eine echte Herausforderung für Autisten. Auch fehlte mir ein entsprechend ruhiger Rückzugsort. Trotzdem würde ich jederzeit wieder ausstellen, denn es gibt uns Menschen… Weiterlesen

Der Fischer und seine Frau

Seit dem letzten Eintrag ist ein ganzes Jahr vergangen. Vieles hat sich geändert. Vieles brauchte Zeit zum Verdauen. Für mich war die Depression ein Fluch und Segen zu gleich, denn endlich haben meine jahrelangen Ängste, Stimmungsschwankungen und Streitereien mit meiner Mutter ein Gesicht. Ich muss wohl immer schon an leichten Depressionen und einer Sozialphobie gelitten haben. Vieles davon ausgelöst durch meine psychisch kranke Mutter und nein, es handelt sich nicht um normale familiäre Verhaltensmuster. Viel eher glaube ich, dass sie an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung, ebenfalls mit schweren Depressionen, Wahnvorstellungen und Phobien leidet. Sie gibt sogar zu, dass sie seit mehr… Weiterlesen

Tropfende Schwermut

Jeden Morgen nach dem Frühstück findet die Morgengruppe statt. Alle sitzen im Kreis und erzählen wie sie geschlafen haben und welche positiven oder negativen Gedanken sich gerade durch die gepeinigten Seelen treiben. Ich mag diese Zeit der Gemeinsamkeit und Achtsamkeit. Es löst in mir ein Gefühl der Wärme aus und öffnet mein Herz. An diesem Morgen regnet es in Strömen. Der Himmel scheint für uns zu weinen, sich der Stimmung anzupassen. Die Regentropfen sind hart, kalt und doch gleichsam beruhigend. Dieses leise, feine Rieseln bis hin zu schweren prasselnden Tropfen entspricht meinem wechselnden Gefühlszustand. Selbst die Morgengruppe scheint sich danach… Weiterlesen

Atlas der Titan

Heute ist es soweit. Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen meine aktuelle Situation und Stimmungen aufzuschreiben. Obschon mein Verstand sagt: Was tust du da? Geht doch niemanden was an! Es geht dir ja gut! Du machst dich nur lächerlich! Du spinnst doch! Du bist unfähig! Und doch drängt es mich dazu, zu schreiben was mit mir los ist…. Bereits jetzt fängt es wieder an. Meine Tränen laufen mir über die Wangen und ich fühle mich einfach nur traurig, hilflos und einsam. Nicht zu vergessen diese Ängste und dabei weiss ich noch nicht mal genau vor was ich mich… Weiterlesen

Wirbelnde Nebelgeister

Die mühsame, qualvolle Warterei hat endlich ein Ende. Ich darf in die Barmelweid eintreten. Beim Frühstück trinke ich genüsslich meinen Kaffee, kaue zufrieden mein Brot und beobachte zum letzten Mal zu Hause die Eichhörnchen bei ihrem morgentlichen Ritual auf der Terasse. Diese Ruhe ist herrlich. Viel zu schnell verflüchtigt sich dieser Moment und reisst mich zurück in den Alltag. Es ist Zeit! Mein Lebenspartner hilft mir mit der Reisetasche und fährt mich mit dem Auto auf die Saalhöhe. Irgendwann biegen wir in ein Waldstück ein und ich verliere mich in einer Märchenwelt. Nebel liegt verspielt auf der Strasse. Immer mehr… Weiterlesen

Die zerbrochene Schutzmauer

Sie soll endlich in ihrem Tessin bleiben und mich in Ruhe lassen! Es reicht! Ich mag die Blicke der Nachbarn und vor allem ihre Anwesenheit nicht mehr ertragen. Seit Sonntag habe ich wieder steckende, pulsierende Schmerzen in der Herzgegend. Dazu diese innere Unruhe und Rastlosigkeit. Nur sehr schwer kann ich mich auf andere Dinge konzentrieren und von erholsamen Schlaf bin ich weit entfernt. Meine Gedanken ziehen immer grössere Kreise. Fast so wie beim Spielen am Wasser mit Kieselsteinen. Ich muss etwas tun! Weiterlesen

Medusa’s Tag

Heute ist es endlich soweit. Mein Vorgespräch in der Klinik Barmelweid steht an. Ich kann kaum mehr an etwas anderes denken. Ich soll in eine Klinik? Ich die seit Jahren einen riesen Bogen um Spitäler und Ärzte macht? Immer wieder verfolgen mich in Gedanken Bilder von Spritzen, Nadeln, vermummten Gestalten aus dem Operationssaal und nicht zu Letzt diese kreisenden Lampen über dem Operationstisch. Ich muss mich irgendwie beruhigen, ablenken von diesen alten Erinnerungen los reissen! Doch es geht nicht, zu schmerzlich war meine Erfahrung mit meiner Nierenoperation im Kindesalter. Aber der Uhrzeiger drängt mich auf den Weg zum vereinbarten Gespräch.… Weiterlesen

Tanzende Buchstaben!

Seit mehreren Monaten habe ich Mühe Texte zu schreiben. Die Worte und Sätze sitzen im Kopf, doch irgendwie wollen sie nicht aufs Papier. Anscheinend ist das normal, dass sich bei Stress und schwerer Depression Konzentrationsstörungen einschleichen und sich in unterschiedlichen Art zeigen. Mich tröstet die Erkenntnis wenig. Seit Anfang April 2012 bin ich nun dabei zwei Grobkonzepte zuschreiben oder besser gesagt ich versuche es. Ich sitze vor dem Monitor. Die Umsetzung ist klar in meinen Gedanken. Ich weiss wie die Dokumente aussehen sollen, was ich schreiben will und trotzdem tippen meine Hände etwas anderes. Mist, schon wieder eine rote Wellenlinie… Weiterlesen